Der Webauftritt eines Vereines bzw. einer gemeinnützigen/wohltätigen Organisation ist heutzutage eines der wichtigsten Kommunikationsmittel, um Hilfsbereitschaft zu wecken und die Finanzierung der eigenen Tätigkeit durch Mitgliedsbeiträge oder Spenden zu sichern.

Auf der anderen Seite liegt die oberste Priorität bei der Budgeterstellung natürlich in erster Linie darauf, die gesteckten Ziele zu erreichen. Ausgaben für Verwaltung und technische Dinge müssen häufig zurückstecken.

Es gibt aber ein paar Punkte, welche für Non-Profit Webseiten von so großer Bedeutung sind, dass sie bei aller Sparsamkeit keinesfalls ins Hintertreffen geraten dürfen. Am falschen Ende zu sparen kann den Erfolg einer Gemeinschaft nämlich genau so effektiv torpedieren, wie die Verschwendung von Spendengeldern.

Hier ein paar Beispiele dafür, was auf jeden Fall beachtet werden sollte:

1) Professionelles Design

Nichts ist schlimmer (und in Wirklichkeit unnötiger) als eine Website, deren Gestaltung eine garantierte Nominierung zum „Augenschmerz des Jahres“ einbringt.

Die katastrophalste Wirkung entfalten häufig Designs, welche vom berühmten „Freund der sich mit Computern auskennt“ oder den künstlerisch total begabten Kindern des Cousins der Tante dritten Grades geschaffen wurden.

Professionelles Webdesign ist ein komplexes Berufsfeld, dessen handwerkliche Ansprüche sehr hoch gesteckt sind. Neben einer fundierten Ausbildung ist vor allem ständige Weiterbildung ein absolutes Muss. Leider vermittelt die Werbung für manche Internet-Baukästen ein gänzlich anderes Bild, was vielleicht auch mit ein Grund dafür ist, warum Hobbyisten ihre eigenen Fähigkeiten so oft völlig falsch einschätzen.

Die gute Nachricht ist allerdings, dass die ansprechende Gestaltung eines Webauftritts in Zeiten von WordPress, Drupal oder ähnlichen CMS-Systemen bei weitem nicht mehr so teuer ist wie früher. Der überwiegenden Mehrzahl aller Organisationen ist nämlich mit vorgefertigten Themes schon sehr gut gedient.

Auf den entsprechenden Marktplätzen dafür findet sich eine sehr breite Auswahl verschiedenster Designs. Natürlich ist diese Art der Gestaltung nicht völlig individuell. Sie bietet aber zuverlässige und ansprechende Ergebnisse zu vergleichsweise niedrigen Preisen. Die individuelle Qualität einer Seite zeigt sich dann ohnehin erst mit den Inhalten.

Bei all dem ist auch zu beachten, dass sich die Vorstellungen davon, was gutes Webdesign ist, stetig weiterentwickeln und verändern. Es gibt natürlich zeitlose Meisterwerke, deren Gestaltung auch nach zehn oder fünfzehn Jahren angenehm und professionell wirkt. Beim Löwenanteil aller Webauftritte ist das aber eben ganz ehrlich nicht der Fall. Regelmäßige Überarbeitung sind deswegen ein absolutes muss.

2) Die wichtigsten Inhalte müssen jederzeit sichtbar sein

Ein paar Dinge müssen auf der Website einer nicht gewinnorientierten Organisation auf jeden Fall klar und deutlich hervorgehoben werden. Bevorzugt in grafischer Aufmachung und mit kurzen, prägnanten Slogans. Dazu gehören:

  • Die Mission der Organisation
  • Was können Unterstützerinnen und Unterstützer bewirken?
  • Wem wird geholfen?
  • Spendenziele (mit Fortschrittsanzeige) für konkrete Projekte
  • Was wurde schon erreicht?

3) Großzügigkeit will leicht gemacht werden

Die Möglichkeiten, Spenden oder sonstige Unterstützung zu leisten, können gar nicht einfach genug sein. Wer sich dazu durchgerungen hat, einen Teil seines Wohlstandes oder seiner Lebenszeit für eine gute Sache herzugeben, der will sich nicht mit aufwendigen Zahlungsmodalitäten oder ähnlichen Hürden herumschlagen.

Organisationen, welche auf die Abwicklung vieler kleiner Spenden angewiesen sind, kommen neben der klassischen Bankverbindung für Überweisungen in der Regel nicht mehr um Verträge mit Zahlungsdienstleistern herum.

Mit der richtigen Auswahl ist dafür aber auch die Annahmen von Zahlungen per Kreditkarte oder von diversen Online-Anbietern (Paypal, Skrill,…) kein Problem mehr.

Für die Organisation von Freiwilligenarbeit, bzw. die Bereitstellung von Vernetzungs und Austauschmöglichkeiten zwischen den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, gibt es zahlreiche gute Lösungen, welche sich nahtlos in eine Webseite integrieren lassen. Viele davon sind Open-Source Software, stehen also, vom Aufwand für die Einrichtung einmal abgesehen, kostenlos zur Verfügung.

 

Mit dem richtigen Know-How stellen all diese Punkte in unserer Zeit keine unüberwindlichen Hürden mehr dar. Nur vernachlässigen darf man sie eben nicht.