Entscheidungen im Konsens zu finden, ist für freiwillige Gemeinschaften eine wichtige und gute Angewohnheit. Webauftritte brauchen aber, wie viele Kreativprojekte, ein klares Konzept und entsprechend auch klar definierte Verantwortlichkeiten. Zu viele Köchinnen und Köche verderben sprichwörtlich den Brei.

Wer versucht, es auch beim Webdesign allen recht zu machen, der mag zwar damit einen positiven Beitrag zum Gruppenklima schaffen, die Website wird auf Außenstehende (und um die geht es bei einem Webprojekt) aber einen unaufgeräumten und ziellosen Eindruck machen.

Die Vorstellungen davon, wie eine gute Website auszusehen hat, sind einfach zu unterschiedlich. Die gute Nachricht ist aber, dass die meisten dieser Ideen, professionelle Umsetzung vorausgesetzt, praktikabel und effizient sein werden. Schwierigkeiten gibt es wie gesagt erst, wenn man versucht sie alle in einen Topf zu werfen.

Probleme lassen sich deswegen ganz leicht dadurch umgehen, dass man von vornherein einen Entscheidungsträger bzw. eine Entscheidungsträgerin benennt. Es bleibt nach wie vor Recht und Pflicht aller Köpfe in der Gemeinschaft, Ideen zu entwickeln und in das Projekt einzubringen. Die Verantwortung für die Entwicklung und Wahrung einer Gesamtvision muss aber in einer Hand liegen.

In der heutigen Zeit ist die Internet-Präsenz einer gemeinnützigen oder wohltätigen Organisation genau so wichtig, wie das physische Auftreten. Ohne die Delegation bestimmter Verantwortlichkeiten funktioniert beides nicht.