Responsive Webseiten werden deshalb so genannt, weil sie sich in ihrem Design an veränderte Größen- und Seitenverhältnisse auf verschiedensten Geräten anpassen können. Ein vernünftiges responsives Design wird also nicht nur auf dem Bildschirm eines PC navigierbar sein, sonder etwa auch auf einem Smartphone oder Tablet.

Dabei geht es um mehr als nur die Verkleinerung (oder Vergrößerung) von Schriften und Bildern. Vielmehr wird das gesamte Layout an die Verhältnisse angepasst. Menüs verändern ihre Darstellung und Ausrichtung, die Anzahl der Spalten wird umgestellt, etc.

Fakt ist, dass immer mehr Besucherinnen und Besucher, auch auf Vereins- oder NGO-Seiten, mit mobilen Geräten im Netz unterwegs sind. Weil für dieses Marktsegment die Responsivität oft den entscheidenden Unterschied bei der Nutzbarkeit einer Seite ausmacht, hat auch Google bereits angekündigt, hinkünftig die Frage, ob ein Webauftritt responsiv ist oder nicht, als Ranking-Faktor in den Suchergebnissen zu berücksichtigen.

Mit anderen Worten: Eine nicht responsive Website wird für Suchanfragen auf Google schlechter platziert als die Konkurrenz mit anpassbarem Layout.

Trotzdem wird gerade im gemeinnützigen Bereich die technische Entwicklung regelrecht verschlafen. Erhebungen zeigen, dass noch immer weit über die Hälfte aller Webauftritte von Vereinen, Stiftungen, NGOs, Bürgerinitiativen, etc. nicht in der Lage sind, sich an das Display mobiler Geräte anzupassen.

Es lassen sich sogar noch immer problemlos Beispiele für „selbstgestrickte“ Websites aus Amateur-Baukästen finden, bei denen die Inhalte geschickt mittels Frames und anderer Kniffe vor einem Großteil der Welt (Googles Indexierungs-Bot eingeschlossen) versteckt werden.

Ein Grund dafür könnte sein, dass bei vielen Hilfsorganisationen und engagierten Gemeinschaften in Sachen Ausrüstung und Verwaltung am falschen Ende gespart wird. Wo immer möglich wird auf interne Ressourcen und eigenes Know-How zurückgegriffen.

Im Prinzip ja eine sehr lobenswerte Einstellung, bei hoch technischen Grundlagen des Organisationsbetriebes, deren ordnungsgemäße Planung und Gestaltung spezialisiertes Wissen voraussetzt, kann das aber eben erheblichen Schaden anrichten.