Unsere gesamte Zivilisation und unser Zusammenleben sind im Prinzip auf Geschichten aufgebaut. Wissen und Informationen, welche wir in Erzählungen verpackt aufnehmen, bleiben um ein vielfaches leichter im Gedächtnis.

Geschichten haben aber noch einen weiteren Vorteil: Sie wecken Emotionen. Wir identifizieren uns unweigerlich mit den handelnden Personen, teilen Freude, Stolz und Begeisterung ebenso wie Leid und Elend.

Warum ist diese Tatsache für nicht gewinnorientierte Gemeinschaften besonders wichtig? Ganz einfach deswegen, weil Entscheidungen zu Spenden oder anderer Unterstützung in der Regel aus emotionalen Gründen getroffen werden, nicht aufgrund von Logik.

Die Kunst liegt also darin, die eigene Mission und Tätigkeit so zu präsentieren, dass gleichzeitig die Gefühle der Menschen angesprochen werden. Denn leider muss die harte Wahrheit akzeptiert werden, dass kein noch so beeindruckender Tätigkeitsbericht voller Erfolgszahlen die Spenderinnen und Spender hinter dem Ofen hervorlockt.

Nicht alles, was in wohltätigen Vereinen und Gesellschaften passiert hat tatsächlich „Erzählwert“. Wenn es um die Menschen geht, deren Leben durch die eigene Arbeit beeinflusst wird, oder beispielsweise um Tiere und Natur, findet sich aber ein wahrer Schatz an wertvollen Geschichten.

Und natürlich auch in den eigenen Helferinnen und Helfern. Wer tut sich durch sein Engagement besonders hervor? Warum? Was ist die Motivation dahinter? Manchmal entdeckt man mit ein wenig Recherche echte Heldengeschichten in den eigenen Reihen.

Danach zu suchen und darüber zu sprechen lohnt sich in vielerlei Hinsicht.