Ein gutes Blog hängt vor allem von regelmäßigen und sinnvollen Beiträgen ab. Gerade in ehrenamtlichen Organisationen kann es aber mit der Zeit schwierig werden, immer neue Ideen oder innovative Blickwinkel zu entwickeln.

In solchen Situationen haben sich Gastbeiträge als äußerst probates Mittel erwiesen, um dem eigenen Content-Marketing neuen Schwung zu verleihen.

Leider wird diese Möglichkeit oft übersehen, obwohl sie neben den eigentlichen Inhalten obendrein auch noch neue Beziehungen zu anderen Akteuren im gleichen Tätigkeitsbereich einbringt und dank Rückverlinkung durch die Autorinnen und Autoren die Platzierungen in den Suchmaschinenergebnissen weiter verbessert.

Möglicherweise liegt die Zurückhaltung daran, dass schlecht bzw. falsch gemachte Guest-Posts extrem Spammig wirken und deswegen ein schlechtes Image haben. Tatsächlich findet man ja gerade im deutschsprachigen Netz mehr als genügend Beispiele für solche, an den Haaren herbeigezogenen, „Werbeeinschaltungen“ mit Texten wie aus einer Dauerwerbesendung im Fernsehen.

Dabei lässt sich Problem mit qualitativ schlechten Gastbeiträgen relativ leicht vermeiden. Als Grundregel sollte zuerst einmal beachtet werden, dass die Autorinnen und Autoren natürlich selber in der gleichen „Sparte“ zu hause sein müssen.

Es macht absolut keinen Sinn, wenn ein Ernährungsexperte seine Ideen zu Paleo und Low-Carb den Besucherinnen und Besuchern des Blogs einer Rettungshundestaffel erklärt. Erfahrungsberichte aus dem Leben einer freiwilligen Helferin im Tierheim könnten aber beispielsweise die Hundehalter durchaus interessieren.

Wer darauf wartet, von Gastautorinnen bzw. -autoren angesprochen zu werden, wird in der Regel auch eher im Werbesegment enden. Beziehungen zu echten Expertinnen und Experten innerhalb eines Feldes, bzw. zu Menschen die tatsächlich spannende Geschichten zu erzählen haben, wollen aktiv nachgesucht werden.

Als bloggende Organisation ist es deswegen wichtig, sich regelmäßig und geplant einen Überblick über die wichtigsten „Stimmen“ im eigenen Segment zu verschaffen und Ideen dafür zu sammeln, woher vielleicht spannende Beiträge kommen könnten. Anschließend sollte eine Person innerhalb der Gemeinschaft damit beauftragt werden, Kontakt zu möglichen Kandidatinnen und Kandidaten herzustellen.

Es lohnt sich, dabei nicht sofort mit der Türe ins Haus zu fallen. Ein ehrlicher Austausch über gemeinsame Anliegen und Werte, oder ein paar intelligente Fragen, sind wirkungsvoller als ein unverlangtes Angebot zum Artikeltausch. Hat man einmal eine vertrauensvolle Gesprächsbasis gefunden, klappt es auch mit den Gastbeiträgen.